|
Direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wo die Saale 2 Welten teilte liegen die Orte Blankenstein und Blankenberg. Zu DDR-Zeiten fristeten die Ortschaften ein Schattendasein, da sie inmitten des Sperrgebietes lagen. In Blankenstein befindet sich seit langer Zeit die Papierfabrik Rosental. Zu Zeiten der DDR war sie VEB (Volkseigener Betrieb) und volkswirtschaftlich von hoher Wichtigkeit. Deshalb hat diese Fabrik auch alle Grenzschutzmaßnahmen überlebt.
Im 2 km entfernten Blankenberg, ebenfalls idyllisch an einem Hang an der Saale gelegen, befand sich das ehemalige Werk 2 des VEB Zellstoff-und Papierfabrik. Das Firmengelände grenzte direkt an das Saaleufer und der Fabrikzaun war gleichzeitig Grenzzaun.
Die beiden Zweigbetriebe verband eine Werkbahn mit 600 mm Spurweite, deren Gleise inmitten des Kollonnenweges verliefen. Ebenfalls befand sich hier die längste Lichttrasse an der innerdeutschen Grenze. Die Züge fuhren immer unter stärkster Bewachung.
Heute laden der gut erhaltene Kollonnenweg und die darin führenden Gleise zu einer Wanderung ein. Zwischen Blankenberg und Blankenstein informieren einige Schautafeln und gepflegte Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.
An Sonn- und Feiertagen kann man sich von einem privaten Eisenbahner mit einer Eigenbaudraisine über die Strecke kutschieren lassen. Diese Draisine habe ich noch nicht gesehen. Beim nächsen Besuch werde ich versuchen sie aufs Bild zu bekommen.
Die Anfahrt ist recht einfach. In Blankenberg angekommen, fährt man bis zur Saale hinunter, durch das ehemalige Werktor. Auf der Linken Seite kann man das Auto abstellen. Dann geht es zu Fuß immer an den Gleisen lang bis nach Blankenstein und wieder zurück.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Woltersdorfer Straßenbahn / Ausfugstipps für Bahnfans
|
 |
 |
 |